Um die Wette gesponnen

Montag, 8. März 2010

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Eine Veranstaltung, die so nicht alle Tage stattfindet und schon ein besonderes Ereignis ist. Das haben sich auch die Thüringer Trachtenjugend und der Thüringer Landfrauenverband gesagt, und so Ende vergangenen Jahres den Entschluss zum Wettspinnen gefasst. Die Wolle ist nun gewogen.

 

Video: Jürgen CREUTZBURG

 

APFELSTÄDT (TA). 19 Spinnerinnen und ein Spinner hatten sich am 7. März im Apfelstädter Bürgerhaus eingefunden, um beim 2. Thüringer Wettspinnen nach 2004 in einer Stunde aus 20 Gramm Wolle einen möglichst langen Faden zu spinnen. Helga Radziejewski aus Berlstedt bei Weimar siegte mit 141,04 Meter.Die Wolle ist nun gewogen. Kardiert, gewaschen. 20 Gramm pro Portion. 60 Minuten werden die Spinnerinnen Zeit haben, sie zu einem Faden zu drehen. Natürlich unter strenger Aufsicht, die Masse der Wolle wird auch vorher noch mal überprüft.

 

Das letzte Wettspinnen dieser Art fand 2004 in Ingersleben statt, heute ebenso wie Apfelstädt ein Teil der neuen Thüringer Landgemeinde Nesse-Apfelstädt. Also bleibt der Wettbewerb quasi im selben Ort. Damals gewann Elisabeth Wenig aus Kieselbach. Ihr Faden maß 157,50 Meter. Es war mit Abstand der längste Faden. Man kann gespannt sein, wie lang der Faden der Siegerin in diesem Jahr werden wird. 2004 in Ingersleben war die vorgegebene Spinnzeit 45 Minuten. Im Vorfeld des diesjährigen Wettspinnens wurde von einigen potentiellen Teilnehmerinnen der Vorschlag geäußert, man möge die Spinnzeit doch auf eine ganze Stunde heraufsetzen, damit nicht so viel Zeitdruck wäre. Diesen Vorschlägen wurde diesmal entsprochen.


Die Auswertung wird von zwei unparteiischen Schiedsrichtern vorgenommen. Sieger ist die Person, die den längsten Faden gesponnen hat. Die Auswertung ist auch nicht ohne. Das ist schon vom letzten Mal noch in guter Erinnerung. Hier sind schon im Vorfeld ausreichend Personen mobilisiert worden, um die Länge des Fadens festzustellen.

Aktuelle Videos finden Sie unter: www.thueringer-allgemeine.de

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