Zug der Erinnerung in Gotha

Donnerstag, 24. Januar 2008

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Der Zug der Erinnerung besteht aus mehreren Waggons, in denen die Geschichte der europäischen Deportationen in beispielhaften Biografien nacherzählt wird. Schwerpunkt der Ausstellung ist das Deportationsgeschehen in Deutschland: die Zustellung der Deportationsbescheide, das Herrichten und Verlassen der Wohnungen, der Weg zu den Sammellagern und von dort am helllichten Tag durch die Dörfer und Städte zu den wartenden Zügen. ( www.zug-der-erinnerung.eu )

Die erste Station des Zuges in Thüringen war Gotha. Der Augenzeuge war bei der Einfahrt dabei und sprach mit Organisatoren, dem Ministerpräsidenten und Vertretern der Stadt über die Ausstellung und die Probleme mit der Bahn AG.

Aktuelle Videos finden Sie unter: www.thueringer-allgemeine.de

2 Kommentare

  1. G.Steigenberger - 10. Februar 2008

    Aus der Geschichte lernen - kein Gedenken für Dorpmüller!
    Anmerkung zu: Züge der Berliner S-Bahn - Die eleganten Rundköpfe vom Verlag GVE - Schmiedeke, Müller, Hiller.

    Aufgrund der zunehmenden Diskussionen um dieses Buch, habe ich es auch mal kurz analysiert.Ich hab mir das Buch gar nicht erst gekauft, sondern es in der Bibliothek eingesehen. Fazit: Technisch vielfältig, historisch katastrophal ! Es folgt dem gegenwärtig zu registrierenden Trend zur Geschichtsverzerrung-und umdeutung der häßlichsten Seite der deutschen Geschichte. Auch in diesem Buch kommt man nicht umhin, sich wichtig zu machen und weit vom Thema Berliner S-Bahn abzuschweifen. Darüber haben sich mit Recht bereits einige aufmerksame Leser in diversen Blogs und Artikeln beschwert.
    Ein nicht mehr rechtzeitig als Kriegsverbrecher angeklagter
    Reichsverkehrsminister Dorpmüller (NSDAP) wird wohlwollend in der S-Bahn sitzend auf alten Fotos im Buch präsentiert und darüber sinniert, ob er es damals weit zur S-Bahn gehabt habe (S.242). Ob der Dorpmüller die S-Bahn jemals privat nahm oder nicht, hat den Berliner damals soviel interessiert, als ob in China ein Sack Reis umfällt. Es fällt einem auch kein Grund ein, warum uns das heute mehr interessieren sollte. Fragen Sie denn heute, ob´s Mehdorn weit zur S-Bahn hat ?
    Ich nehme mal stark an, Dorpmüller ließ sich standesgemäß mit dem Auto abholen, denn Automobile gab´s ab den 30-ern bereits reichlich.
    Die künstlich gestellte Frage ist also Mumpitz von Anfang an, denn man sieht, es ist ein gestelltes Propagandafoto mit seinem Reichsbahn-Führungszirkel.
    Das sollte auch dem Verlag aufgefallen sein.
    Dann gibt’s noch Fotos von Dorpmüllers Villa in Grunewaldnähe (Zehlendorf) .
    Ob man die Ansicht der Villa zum näheren Verständnis der S-Bahn -Konstruktionen braucht, erscheint mir doch fraglich. Ist sie ein technisches Denkmal oder ging der Gleisanschluß bis in Dorpmüllers Garten? Oder soll man dort hinpilgern ?
    Dies ist schlechtester Stil im Sinne der schlechtesten Traditionspflege der alten Kader der Deutschen Bahn bzw. der Deutschen Bundesbahn.

    V1,V2 bzw. A4-Raketen-Abschüsse auf andere Länder ? Hier wird es politisch und militärisch ! Wer sich darauf einläßt, verliert eigentlich den Themenbezug, jedenfalls bei einem Buch zur Berliner S-Bahn. Und der sollte der Vollständigkeit halber wohl auch die Opferzahlen der V1 und V2 nennen. Die Opferzahlen nennen die Macher aber nur für den Alliierten-Angriff auf Peenemünde !
    Das Szenario kennen wir sattsam ! Genauso kommt die NPD derzeit daher. Nach dem Motto: Am besten nur deutsche Opfer herrausstellen.
    Statt dessen wird nun auch noch der glorifizierende Satz „Der erste Schuß ins All!” losgelassen ! Das trifft wieder nicht den Kern, denn es war der Zweckbestimmmung nach „der erste Schuß über´s All hauptsächlich auf des Briten Kopf (auch andere Nationen beklagten tausende Todesopfer)”.
    Dieser unsägliche menschenverachtende Raketenterror hat eine britische Reaktion erst provoziert.
    Wer hier spätere zivile Raumfahrt und militärisches Abenteurertum
    auf eine Stufe stellt, die Ziele auch noch verschleiert (Es ging eben nicht ums Weltall oder Raumfahrt!), der betreibt Geschichtsklitterung. Da haben bereits andere Blogger den heimlichen Ungeist des Buches freigelegt.
    Die einseitige Abhandlung der Bombenopfer in Peenemünde wirkt da irgendwie wie absichtlich propagandistisch hingestellt.
    Wenn eine solche riesige Rüstungsschmiede heute im Iran existieren würde, wäre sie nach ersten Raketenabschüssen auf die Nachbarn schon eleminiert.
    Im Buch ist ein ekelhaftes Souvenir eingehefetet - zum Basteln für unsere Jugend heute. Ein Zug der Peenemünder Werkbahn.
    Begründung: Man möge sich in die Farben der Züge “vertiefen”! Das Ding wird auch hin und wieder einzeln verscherbelt vom Verlag GVE.
    Wer soll das als „Souvenir” kaufen ? Ehemalige Zwangsarbeiter ?
    Überlebende KZ-Häftlinge ? Die deutschen Angehörigen von im Zusammenhang wegen Flüsterpropaganda,”Feindbegünstigung” und „Geheimnisverrat” hingerichteten oder treffender ausgedrückt, ermordeten Angestellten des Peenemünder Rüstungs-Komplexes ?
    Dies ist ja kein Gedenksticker für die Greuel, die diese Personengruppen zu erleiden hatten (also kein Gedenktreffen-Souvenir).
    Man kann auch anders fragen: Und warum ist statt dem Nazi-Zug aus Peenemünde kein neu erbauter bzw. umgebauter Panorama-Zug der S-Bahn zum Basteln im Buch drin? Der ist gegenwärtig präsent, ihn sollen doch viele benutzen, er würde noch Reklame vertragen, warum von ihm kein Souvenir-Bastelbogen ?

    Und wenn ein Herr Dieter Kaddoura
    von der Partei Die Linke als Verlagsleiter von GVE (IGEB) für dieses Buch verantwortlich ist, sollte man ihm Nachhilfe in Deutsch, Gesellschaftskunde und Geschichte geben.
    Vielleicht besucht er mal den Zug der Erinnerung !

    G. Steigenberger

  2. Kniffka, E. - 23. Januar 2008

    Ich finde die mangelnde Unterstützung seitens der Deutschen Bahn AG absolut unpassend. Von den Initiatoren des Zuges der Erinnerung auch noch Gabühren für Streckennutzung und Strom zu verlangen finde ich gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass die Betroffenen damals auch selbst die Fahrkarten zu den Vernichtungslagern bezahlen mussten, makaber in höchster Potenz!!!

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