Weihnachtsmarkt in Heyerode

Sonntag, 6. Dezember 2009

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Die 2. Heyeröder Sonderbriefmarke der Österreichischen Post mit der 111 Jahre alten Kirche St. Cyriakus, gestaltet von Andreas Kieser und fotografiert von TA-Reakteur Reiner Schmalzl, bietet das Weihnachtspostamt im Feuerwehr-Gerätehaus in limitierter Auflage von nur 300 Stück an. Diese Einladung empfing gestern Nachmittag die Besucher am Eingang des 7. Weihnachtsmarktes der Eichsfeldgemeinde.

Text: Jürgen WAND
Video: Glenn Meyer

HEYERODE.
Es wurde trotz des Nieselregens schnell wieder zu einem dichten Gedränge um die Stände der 44 Händler. Die hatten sich entsprechend mit Waren eingedeckt und hofften, nicht nur “Oh-Stände” zu bleiben. Matthias Günther, der die Fäden der Organisation mit seinen rund 20 ehrenamtlichen Leuten in den Händen hielt, klärt auf: Die Händler fürchten die Besucher, die am Stand “Oh!” sagen und weiterziehen. Also nichts kaufen. Damit sprach er die allgemeine wirtschaftliche Lage an, die den Veranstalter auch jährlich vor neuen Herausforderungen hinsichtlich der zu gewinnenden Händler stellt.
“Qualität vor Quantität” ist daher auch das Motto. Gemeint einzig weihnachtstypische Angebote bei etwa gleichbleibender Anzahl von Verkaufsständen.
Einer, der seit Anbeginn dabei ist, ist der ortsansässige Fleischermeister und Hotelbesitzer Herbert Fricke. Mit insgesamt 1600 Bratwürsten hatte er vorgesorgt, Engpässe kennt er nicht. Und wenn ihm die Stimmung mal nicht so “Oh du fröhliche” ist, greift er einfach zu seiner Steierischen Harmonika - und los geht’s.
Ofenfrisches, weithin duftendes Handbrot, direkt aus dem mit Holz beheizten Steinofen, das boten erstmals auf dem Heyeröder Weihnachtsmarkt Tobias May und Kollege aus Leipzig an. Matthias Günther hatte sie auf dem Mühlhäuser Stadtfest verpflichten können.
Auch Christina Döll aus Treffurt ist mit ihren handgefertigten Waldorf-Puppen das erste Mal dabei. Sie betreibt dieses Hobby schon seit 15 Jahren und ist mit ihren hübschen Produkten nur auf Weihnachtsmärkten anzutreffen.
Und wie schließlich ein Kunstwerk aus Holz per Kettensäge entsteht, das konnten die Besucher bei Roland Fuhrmann aus Sondershausen sehen. Auch mit Hammer und Meißel versteht er, umzugehen, wenn er Gasbeton zu Skulpturen verwandelt.
Ach ja: Dass Glühwein in den verschiedendsten Variationen auch gesund sein kann, das bot das Team der örtlichen Apotheke mit Eberhard Scharf an. Die Kinder des katholischen Kindergartens “Hugo Aufderbeck” um Leiterin Monika Hohlbein-Fulle hatten den kurzweiligen Reigen auf der Veranstaltungsbühne eröffnet. Es folgten Schüler der Grundschule, die Chorgemeinschaft Heyerode und Roland Bäumlein. Im Übrigen: Die “Blaue Mauritius” wurde in einer Auflage von nur 500 Stück gedruckt. Die 2. Heyeröder Weihnachtsbriefmarke ist zufälligerweise auch blau - aber in n u r 300er Auflage. Was wird sie wohl in rund 100 Jahren wert sein?

Aktuelle Videos finden Sie unter: www.thueringer-allgemeine.de

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